Lungensport

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an  Frau Jutta Remy-Bartsch

Tel. 02623/9709083 oder 0175/6148867 oder per Mail an jutta.bartsch@t-online.de

 

„Menschen mit Atemwegserkrankungen neigen dazu, körperliche Anstrengungen zu vermeiden.“

 

Lungensport ist – neben einer individuell abgestimmten medikamentösen Therapie – ein sehr wichtiges Element für den Behandlungserfolg bei Menschen, die an chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen leiden.

Ein erstes Anzeichen für die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist Atemnot bei körperlicher Belastung. Dadurch vermeiden die Betroffenen meist weitere Anstrengungen.

Dazu sagt Prof. Dr. Klaus F. Rabe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) der LungenClinic Grosshansdorf:

„Wer an COPD erkrankt ist, darf sich aber nicht schonen, sonst geht es mit der körperlichen Leistungsfähigkeit immer weiter bergab und die Atemnot wird immer schlimmer.“ Vielmehr sollten sich Patienten mit Lungenerkrankungen regelmäßige Bewegung und wenn möglich auch Ausdauer- und Krafttraining in ihren Alltag integrieren. Trainingsprogramme nach einer Reha sollten unbedingt zu Hause fortgesetzt werden, da nur so die erreichten Ziele der körperlichen Leistungsfähigkeit erhalten bleiben. Zum Beispiel lassen sich mit einem regelmäßigen Training die positiven Effekte der pneumologischen Rehabilitation länger aufrechterhalten und sogar noch verbessern.

 

Frau Jutta Remy-Bartsch wirkt mit einem individuellen Programm (mit Atem- und Entspannungstechniken, Ausdauerübungen, dem Aufbau der Atemhilfsmuskulatur zur Alltagsbewältigung u.v.m) entgegen. Sie achtet darauf, dass sich die Bewegungstherapie

            an die persönliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit anpasst,

            die Teilnehmer sich nicht überfordern, sondern ihre eigene Grenzen erkennen

            die Atemnot durch gezielte Übungen besser verkraftet werden

Viele Teilnehmer der Lungensportgruppen berichten über ihre verbesserte Lebensqualität und das wiedergewonnene Selbstbewusstsein durch den Sport in der Gruppe.

 

Mein Atem – mein Weg     mit COPD gemeinsam bewegen

 

Unter diesem Motto wirbt bundesweit die Berlin-Chemie MENARINI in Zusammenarbeit mit pneumologischen Praxen und lädt zur Teilnahme an Wanderungen ein.

Die sehr aktive Lungensportgruppe des TV08 Baumbach fühlte sich angesprochen und meldete sich komplett an.

Bei strahlendem Sonnenschein, jedoch durch die Bäume sehr gut geschützt, zog die Karawane um den Schwanenteich in Neuwied-Oberbieber. Jeder Teilnehmer konnte sich seine Strecke nach eigener Belastbarkeit aussuchen. Angeboten war 1 km oder 3 km Wanderstrecke. Mit Getränken versorgt starteten die etwas weniger eingeschränkten Teilnehmer zur großen Runde nachdem einige Atemwahrnehmungsübungen durchgeführt waren. Begleitet und zur Unterstützung der Teilnehmer waren die Damen des Praxisteams Dr. Groth, sowie die Ärzte/innen Frau Dr. Soraya Schlösser, Frau Dr. Ute Betting, Frau Dr. Mariya Nebozhyna und Herr Dr. Groth und vorbeugend zwei Wagen des Roten Kreuzes dabei. Die Teilnehmer, die durch ihre Erkrankung bereits mehr eingeschränkt sind, starteten kurze Zeit später, nachdem auch mit ihnen Atemübungen durchgeführt waren.

Unterwegs wurden auch nochmals atemerleichternde Haltungen für diejenigen durchgeführt, bei den die Luft etwas knapp wurde. Nach einem erfrischenden Stopp ging es zum Ziel. Und dieses Ziel haben alle Teilnehmer -mit großer oder kleiner körperlichen Einschränkung- erreicht. Es war ein toller Erfolg für jeden, der sich zur Teilnahme entschlossen hatte.

Anschließend konnten die Teilnehmer noch einen Imbiss in gemütlicher Runde zu sich nehmen. Es war ein rundum gelungener Tag, der manchen Erkrankten gezeigt hat, dass mehr in ihm steckt, als man sich vielleicht selbst zu traut!

 

Ausflug Grube Bindeweide

 

Zum Abschluss des Sommers haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lungensportgruppe des TV08 Baumbach einen Ausflug zur Atemtherapie in die Grube Bindweide unternommen.

Dr. Schwarz und seine Frau bieten jährlich Kurse speziell für Atemwegserkrankungen und stressgeplagte Menschen an. Die Grube ist seit Jahren als Heilstollen ausgewiesen und bietet die besten Voraussetzungen für Atemwegserkrankte.

Geschützt mit Helm und wasserdichten Jacken ging die Fahrt mit der Bimmelbahn ca. 450 m in den Berg hinein bis zum Therapieraum. Dort standen Liegestühle bereit, die wir mit mitgebrachten Schlafsäcken gemütlich machten. In diesem Raum ist eine ständige Temperatur von 10 ° C bei einer hohen Luftfeuchtigkeit, so dass wir die angebotenen Wärmflaschen noch gerne mit in unsere Schlafsäcke nahmen. Nach kurzen Übungen für die Atemwahrnehmung wurde das Licht gelöscht und die Teilnehmer/innen sich ihren Gedanken und den ab und zu herunterfallenden Wassertropfen überlassen. Es wurde schnell sehr ruhig und man konnte gleichmäßige, immer tiefer werdende Atemzüge vernehmen. Nach ca. 1 Stunde wurden wir dann -leider- wieder in das Hier und Jetzt zurückgeholt. Mit einer warmen Tasse Tee wurden unsere Lebensgeister motiviert, so dass die anschließenden Atemübungen sehr leicht fielen und wir wirklich sehr entspannt mit der Bahn ans Tageslicht fuhren. Ein herrlicher Ausflug, der allen Beteiligten gut getan hat und zur Wiederholung einlädt.

 

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TV 08 Baumbach e.V.